Autorin: Hanna Hennings
ISBN: 979-8242296831 - 02.01.2026 - 256Seiten -
zum Preis von 14,98 Euro
Das Buch kann hier gekauft werden.
Sterne: ⭐⭐⭐⭐⭐
Wenn einer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Klappentext:
Eine Leiche wird angespült, direkt nach einem Sturm.
Zunächst
scheint alles klar: Die Nordsee hat genommen, was sie sich holen wollte.
Doch das Team um Jan Jansen spürt sofort, dass etwas nicht stimmt.
Schnell
führt die Spur zu einer abgeschiedenen Residenz – elegant,
undurchsichtig, voller Geheimnisse. Die Besitzerin? Unantastbar.
Perfektes Alibi. Keine Fehler. Zumindest auf den ersten Blick.
Gleichzeitig
versucht eine aggressive Versicherungs-Drücker-Truppe, auf Föhr Fuß zu
fassen. Ihr Netzwerk ist perfekt organisiert, ihr Know-how erschreckend,
ihre Methoden gnadenlos. Was als Randnotiz beginnt, entwickelt sich zu
einer ernsten Bedrohung. Auch dort … gibt es plötzlich eine Leiche.
Zwei
Tote. Zwei Spuren. Ein System, das Menschen verschleißt. Hängen die
beiden Fälle zusammen? Oder spielt jemand ein viel größeres Spiel?
Ein fesselnder Spagat zwischen High Society und skrupellosem Wirtschaftskrimi.
Wer glaubt, an Deutschlands Nordseeküste ginge es nur um Tee, Deiche und beschauliche Dorfidylle, wird hier eines Besseren belehrt. Der neueste Fall für Ermittler Jan Jansen entpuppt sich als ein clever konstruiertes Geflecht aus Macht, Hochmut und eiskalter Manipulation.
Die Handlung: Mehr als nur Küsten-Klischees
Der Einstieg bedient sich eines bewährten Tropes: Eine Leiche nach dem Sturm. Doch statt des erwarteten Tragödien-Einerleis wirft der Autor das Publikum direkt in ein psychologisches Schachspiel. Auf der einen Seite steht die kühle, unnahbare High Society in ihrer abgeschiedenen Residenz – ein klassisches Whodunit-Szenario, das von der Atmosphäre her an moderne Noir-Krimis erinnert. Die Antagonistin glänzt durch ein scheinbar wasserdichtes Alibi, was den Ermittlungsdruck wunderbar in die Höhe treibt.
Gleichzeitig wird ein erfrischend moderner und ungewöhnlicher Nebenstrang eingeführt: eine aggressive Drückerkolonne aus der Versicherungsbranche. Dieser Kontrast funktioniert hervorragend:
Die Residenz: Subtiler, eleganter Luxus, hinter dem sich Abgründe verbergen.
Die Drücker-Truppe: Lautes, dynamisches und erschreckend reales Verbrechen, das auf psychologischem Druck basiert.
Als auch dort eine Leiche auftaucht, zieht das Tempo massiv an. Die Frage, ob es sich um einen bizarren Zufall oder ein eiskalt kalkuliertes System handelt, hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht.
Charaktere und Atmosphäre
Jan Jansen und sein Team agieren gewohnt scharfmütig, geraten diesmal aber spürbar an ihre Grenzen. Besonders gelungen ist die Darstellung des „Systems, das Menschen verschleißt“. Hier verlässt der Krimi die reine Unterhaltungsebene und übt subtile Gesellschaftskritik an einer Ellbogengesellschaft, in der der Einzelne nichts zählt. Die Kulisse von Föhr wird dabei gekonnt genutzt: Die Insel ist eben nicht nur Urlaubsparadies, sondern im Sturm auch eine isolierte Falle.
Fazit: Ein cleverer, wendungsreicher Küstenkrimi, der durch das Zusammenspiel zweier völlig unterschiedlicher Milieus besticht. Perfekt für Leser, die neben Lokalkolorit auch eine komplexe, intelligente Storyline und psychologische Tiefe suchen.
Bildquelle Hanna Hennings
Autorin
Hanna Hennings ist ein Pseudonym, aber was echt ist: Ich liebe die Nordsee, das Meer und die Natur - und natürlich Bücher, Bücher, Bücher.
Meine Krimis sind Cozy-Crime-Geschichten, sprich Wohlfühl-Storys, perfekt für alle, die Lust auf spannende und ent-spannende Krimis haben.
Besondere Kennzeichen: Viel Humor. Du findest hier echte Wohlfühl-Krimis, die mit Beziehungskisten direkt aus dem echten Leben gewürzt sind.
Weiter gibt es indirekt regelrechte Insider-Informationen über bestimmte Branchen, über die es sich lohnt, Bescheid zu wissen. Na ja, damit ist doch schon eine tiefere Dimension gegeben.

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