Foto Monika Hürlimann
Titel: Mutters Lüge
Autorin: Monika Hürlimann
ISBN 364 Seiten zum Preis von 12,99 Euro seit 24.10.2021
Sterne X X X X
Klappentext "Als die erfolgreiche Schweizer Psychiaterin Marta am Grab ihrer Mutter steht, ahnt sie nicht, dass bald eine ungeheuerliche Lüge ans Tageslicht kommt. Sie muss sich der eigenen, bewegenden und nicht minder dramatischer Familiengeschichte stellen, die weit zurück in ihrer Kindheit führt, nach Polen, wo alles begann. Ein bitterzarter Roman über die aufwühlende Suche nach Wahrheit und Geborgenheit im täglichen Kamp gegen den Schmerz des Nicht-Vergessen-Könnens. Und über das Glück und die Liebe."
Meine Meinung
Der autobiographische Roman hat
mich als Leserin sehr gepackt. Ich konnte gut verfolgen wie es der kleinen
Marta über all die Jahre ging und sie sich zu einer erwachsenen erfolgreiche
Frau weiterentwickelt hat. Das Buch kam sehr gut rüber, wie als wäre Marta die kleine Monika.
Gerne hätte ich mehr über das
Geheimnis von Patrick erfahren. Vielleicht gibt es dazu einen Anschlussroman.
Marta ist nach dem Tod ihrer Mutter sehr erschüttert die Wahrheit über ihr zu verfahren. Eine tiefe Wunde bleibt.
Ich finde es schade, dass Marta
ihrer Mutter nicht vergeben kann bzw. die Vergangenheit, so wie sie war einfach
ruhen lassen kann. Die neue Wahrheit nagt an ihr. Sie möchte jeden die neue Wahrheit weitergeben und immer neue Gräben auf. Vielleicht ist es ihr gerade als Psychologin im privatem Umfeld nicht möglich rationaler zu denken. Denn die Vergangenheit ist erledigt und egal ob sie in Auschwitz war oder nicht, auch das Leben der Mutter war nicht einfach und hatte tiefe Wunden.
Im Roman fragt sich der Leser
immer wieder: Tomek wird als das Wunderkind hervorgehoben und zu Marta gibt es
keine Beziehung. Ist Marta die Tochter von Joanna oder warum geht die Mutter
mit beiden Kindern so unterschiedlich um?
Fazit
Ergreifender Roman, der an einem
Stück gelesen werden möchte.
Autorin:
Copyright Andreas Hürlimann
Monika Hürlimann wuchs im kommunistischen Polen auf, wo sie in den 1980er Jahren das Kriegsrecht und die Nahrungsmittelrationierung hautnah miterlebte. 1984 emigrierte sie mit ihrer Familie illegal nach Westdeutschland.
Bisher veröffentlichte sie belletristische Beiträge in Anthologien, einen Essay in einem Wochenmagazin und verschiedene Fachpublikationen als Psychaterin.
Die Schriftstellerin interessiert sich dafür, was Menschen zu ihren Handlungen motiviert und wie es kommt, dass wir unterschiedlich mit Widrigkeiten des Lebens umgehen. Auch Fragen nach persönlichem Glücksempfinden, der Suche nach Vorbildern und Faktoren, die die innere Souveränität beeinflussen, beschäftigen sie. Diesen Themen berührt sie in ihren Geschichten. Sie freut sich, wenn die Leser in sie eintauchen und sich auf diese Weise mit dem eigenen Lebensentwurf und dessen Umsetzung auseinandersetzen.
Monika Hürlimann betreibt heute eine eigene medizinisch-psychiatrische Praxis mit kognitv-verhaltensherapeutischen Schwerpunkt in der Schweiz. Als Forensische Psychiaterin verfasst sie außerdem strafrechtliche Gutachten für Staatsanwaltschaften und Gerichte.
Erfahren Sie mehr über die Autorin auf: www.monikahuerlimann.ch.
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